Eine Person mit einem roten Regenschirm prüft mit der Hand, ob es schneit.

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Wann ist Währungsrisikomanagement sinnvoll

Wann lohnt es sich, Währungsrisiken genauer zu prüfen?

Idealerweise prüfen Unternehmen ihre Währungsrisiken, bevor Wechselkursschwankungen Budgets, Liquidität oder Margen belasten. Diese sechs Situationen zeigen, wann es Zeit sein kann, die eigene Strategie zu überprüfen.

Frag SwissFx

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Zahlt Ihr Unternehmen Lieferanten in Fremdwährungen oder erhält es regelmässig Zahlungen in anderen Währungen? Dann lohnt es sich, das eigene Währungsrisiko genauer anzusehen, bevor Wechselkursschwankungen Budgets, Prognosen oder Margen belasten. Entscheidend ist zunächst, zu verstehen, wo Risiken entstehen und wie viel Unsicherheit das Unternehmen dabei akzeptieren kann.

Währungsrisikomanagement muss nicht kompliziert sein. Sind die Beträge klein oder gleichen sich Ein- und Auszahlungen in derselben Währung weitgehend aus, kann eine Spot-Umrechnung zunächst ausreichen. Wenn Wechselkursbewegungen das Geschäft dagegen spürbar beeinflussen könnten, kommen Absicherungslösungen wie Devisentermingeschäfte infrage. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt auch davon ab, wie sicher Beträge und Zahlungstermine bereits feststehen. Je mehr sich noch ändern kann, desto wichtiger sind Flexibilität und eine regelmässige Überprüfung. 

Sechs Situationen, in denen Sie Ihr Währungsrisiko genauer prüfen sollten

 Wechselkursbewegungen können die Kosten eines Einkaufs oder den Wert eines Verkaufs verändern, noch bevor Geld fliesst. Schon eine der folgenden Situationen kann deshalb ein guter Anlass sein, die eigene Vorgehensweise zu überprüfen.

  1. Sie erschliessen einen neuen Markt

Neue Lieferanten oder Kunden bringen oft auch neue Währungen mit sich. Prüfen Sie deshalb frühzeitig, wie sich Rechnungswährung und Zahlungsbedingungen auf Ihre Kosten oder Einnahmen auswirken können.

  1. Ihre Fremdwährungszahlungen oder -einnahmen nehmen zu

Mit wachsendem internationalem Geschäft steigt meist auch das Währungsrisiko. Schauen Sie deshalb nicht nur auf einzelne Zahlungen, sondern auf Ihre gesamten Ein- und Auszahlungen. Prüfen Sie auch, ob sich Beträge in derselben Währung teilweise ausgleichen lassen.

  1. Eine einzelne Transaktion ist besonders gross

Ein grösserer Maschinenkauf oder ein Geschäftskredit kann ein erhebliches Währungsrisiko mit sich bringen, selbst wenn Ihr Unternehmen nur selten international tätig ist. Entscheidend ist, wie stark eine ungünstige Kursbewegung Budget oder Marge belasten würde.

  1. Zwischen Preisvereinbarung und Zahlung liegt viel Zeit

Je länger der Zeitraum zwischen Preisfestlegung und Währungsumrechnung, desto grösser die Unsicherheit. Lange Zahlungsziele, verspätete Zahlungseingänge oder mehrmonatige Projekte sind deshalb ein guter Grund, das Währungsrisiko frühzeitig zu prüfen.

  1. Währungsschwankungen könnten Ihr Budget spürbar belasten

Prüfen Sie, wie stark Ihr Budget auf Veränderungen des Wechselkurses reagiert. Wenn schon eine moderate Bewegung die Marge deutlich schmälert oder einen Liquiditätsengpass verursachen könnte, sollte das Risiko aktiv berücksichtigt werden.

  1. Währungsentscheidungen werden jedes Mal anders getroffen

Wenn Umrechnungen vom Bauchgefühl abhängen oder immer wieder aufgeschoben werden, weil auf einen besseren Kurs gehofft wird, fehlt oft ein klarer Prozess. Legen Sie deshalb fest, wann gehandelt wird, wer Entscheidungen trifft und wann die Vorgehensweise überprüft wird.

Wichtig zu wissen

Die Überprüfung kann zu einfachen internen Leitlinien oder zu einem strukturierteren Vorgehen führen. Wichtig ist vor allem, dass der Umgang mit Währungsrisiken klar geregelt ist, Zuständigkeiten feststehen und die Strategie regelmässig überprüft wird. Das heisst nicht, dass automatisch jede einzelne Transaktion abgesichert werden muss.

Zwei Beispiele: So können Wechselkursschwankungen Kosten und Einnahmen verändern

Erstes Beispiel - Ein Importeur zahlt am Ende mehr in CHF

Ein Schweizer Importeur bestellt jeden Monat Waren im Wert von 200'000 USD, bezahlt diese aber erst einige Monate später. Bei einem Kurs von 0,90 CHF je USD kostet die Bestellung 180'000 CHF.

Steigt der Kurs bis zur Zahlung auf 0,94 CHF je USD, erhöht sich der Betrag auf 188'000 CHF. Kann der Importeur seine Verkaufspreise nicht entsprechend anpassen, sinkt seine Marge. Deshalb lohnt es sich, das Währungsrisiko bereits bei der Bestellung zu prüfen und zu entscheiden, ob feststehende Verpflichtungen abgesichert werden sollen.

Zweites Beispiel - Ein Exporteur erhält weniger CHF als erwartet

Ein Schweizer Exporteur verkauft Waren im Wert von 150'000 EUR, zahlbar in 90 Tagen. Seine Kosten fallen grösstenteils in CHF an. Bei einem Kurs von 0,95 CHF je EUR rechnet er mit einem Gegenwert von 142'500 CHF.

Fällt der Kurs vor dem Zahlungseingang auf 0,91 CHF je EUR, sind es nur noch 136'500 CHF. Auch hier kann es sinnvoll sein, das Währungsrisiko bereits beim Geschäftsabschluss zu prüfen. Der Exporteur kann dann entscheiden, ob er den CHF-Wert absichern oder die eingehenden EUR für eigene Ausgaben in derselben Währung verwenden möchte.

Entscheidend ist: Der vereinbarte Preis in USD oder EUR bleibt in beiden Beispielen unverändert. Trotzdem kann sich der Betrag in CHF deutlich verändern. Genau deshalb lohnt es sich, Währungsrisiken bereits vor der eigentlichen Zahlung genauer anzusehen.

Die verwendeten Beträge und Wechselkurse sind rein hypothetisch.

Währungsrisiken erkennen und gezielt steuern

1. Ein- und Auszahlungen im Blick haben

Erfassen Sie anstehende Fremdwährungszahlungen und erwartete Kundenzahlungen nach Betrag, Währung und Zahlungsdatum. Notieren Sie auch, welcher Wechselkurs im Budget zugrunde liegt, und unterscheiden Sie zwischen bereits feststehenden Geschäften und noch unsicheren Prognosen. Beides gehört in die Betrachtung, kann aber unterschiedlich behandelt werden.

2. Gegenläufige Zahlungsströme nutzen

Prüfen Sie, ob Einnahmen in einer Währung direkt für Ausgaben in derselben Währung verwendet werden können. Stimmen Betrag, Zeitpunkt und Planungssicherheit ausreichend überein, lässt sich so der tatsächlich umzutauschende Betrag reduzieren.

3. Das verbleibende Risiko bewerten

Sehen Sie sich an, wie stark sich eine ungünstige Wechselkursbewegung auf das verbleibende Risiko, Ihre Margen oder Ihre Finanzplanung auswirken könnte. Legen Sie fest, wie viel Schwankung das Unternehmen akzeptieren kann, welche Positionen abgesichert werden sollen und wer darüber entscheidet. Erst danach lässt sich sinnvoll beurteilen, welche Lösungen für das Währungsrisikomanagement zur Situation passen.

 

Lösung

Wann sie infrage kommt

Wie sie funktioniert

Spot-Umrechnung

Wenn die Währung jetzt umgetauscht werden muss oder das Unternehmen das verbleibende Währungsrisiko bewusst akzeptiert.

Die Umrechnung erfolgt zum aktuell verfügbaren Kurs. Ein Wechselkurs für eine künftige Transaktion wird dabei nicht festgelegt.

Devisentermingeschäft

Betrag und Zeitpunkt einer künftigen Zahlung oder eines Zahlungseingangs stehen weitgehend fest.

Der Wechselkurs für eine spätere Umrechnung wird im Voraus festgelegt. Das Geschäft ist verbindlich, auch wenn sich der Markt später günstiger entwickelt.

Devisentermingeschäft ohne Lieferung (NDF)

Ein Devisentermingeschäft mit Lieferung ist für die jeweilige Währung nicht verfügbar oder weniger geeignet.

Abgerechnet wird die Differenz zwischen dem vereinbarten Kurs und einem Referenzkurs. Die zugrunde liegende Währung wird nicht tatsächlich geliefert.

Option

Wenn Schutz vor ungünstigen Kursbewegungen mit Flexibilität kombiniert werden soll und Kosten sowie Bedingungen bekannt sind

Kann vor ungünstigen Kursbewegungen schützen und gleichzeitig die Chance auf günstigere Entwicklungen offenhalten. Prämien und Verpflichtungen hängen von der jeweiligen Ausgestaltung ab.

Überprüfen Sie Ihre Strategie regelmässig und passen Sie sie an, wenn sich Aufträge, Prognosen oder Zahlungstermine verändern. Eine Strategie ist nur dann sinnvoll, wenn sie zum tatsächlichen Währungsrisiko des Unternehmens passt.

SwissFx unterstützt Sie dabei, Ihr Währungsrisiko zu analysieren und eine Vorgehensweise zu finden, die zu Ihrem Unternehmen passt. Ein FX-Audit schafft zunächst Klarheit über bestehende Risiken und Prozesse. Wenn eine Absicherung sinnvoll ist, stehen unter anderem Devisentermingeschäfte, Devisentermingeschäfte ohne Lieferung und Optionen zur Verfügung, um künftige Zahlungen und Einnahmen besser planbar zu machen.

Wichtig: Dieser Artikel dient ausschliesslich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Jede Strategie zum Währungsrisikomanagement sollte auf die konkrete Situation des Unternehmens abgestimmt sein.

Bringen Sie Ihr Währungsrisikomanagement jetzt auf den richtigen Kurs

Prüfen Sie, wie sich Wechselkursbewegungen auf Ihre nächsten internationalen Einkäufe oder Verkäufe auswirken könnten. SwissFx hilft Ihnen dabei, Zahlungsströme und Einnahmen zu analysieren, mögliche Währungsrisiken zu erkennen und eine passende Vorgehensweise für Ihr Unternehmen festzulegen.

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