
Spotkurs vs. Terminkurs: Was ist der Unterschied beim Währungsumtausch?
Wann ist ein Spotkurs die richtige Wahl und wann bietet ein Terminkurs mehr Planungssicherheit? Das hängt davon ab, wann Ihr Unternehmen Fremdwährungen benötigt und wie gut sich der zukünftige Zahlungsbedarf vorhersagen lässt.
Frag SwissFx
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Spotgeschäfte werden in der Regel für sofortige oder kurzfristige Währungsumtausche genutzt. Mit einem Termingeschäft kann ein Unternehmen bereits heute einen Wechselkurs für einen Währungsumtausch vereinbaren, der erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt.
Die Entscheidung ist jedoch nicht immer eindeutig. Viele Unternehmen nutzen sowohl Spot- als auch Termingeschäfte. Welche Lösung besser geeignet ist, hängt davon ab, wie gut sich künftige Zahlungen und Einnahmen planen lassen und wie viel Wechselkursrisiko das Unternehmen bereit ist zu tragen.
Geschäftssituation | Spotgeschäft kann sinnvoll sein, wenn… | Termingeschäft kann sinnvoll sein, wenn… |
|---|---|---|
Lieferantenrechnung | Die Rechnung kurzfristig fällig ist oder sich der Betrag noch ändern kann | Betrag und Zahlungstermin bereits feststehen |
Auslandseinnahmen | Die Zahlung bereits eingegangen ist | Ein fester Betrag zu einem späteren Zeitpunkt erwartet wird |
Internationale Teams oder wiederkehrende Gehaltszahlungen | Der Betrag monatlich variiert | Ein Teil der künftigen Kosten bereits planbar ist |
Bestellung von Maschinen oder Anlagen | Die Zahlung sofort erfolgt | Eine Anzahlung oder Restzahlung zu einem bekannten späteren Termin fällig ist |
Diese Beispiele dienen lediglich zur Orientierung.
Wie funktionieren Spot- und Terminkurse?
Spotgeschäft: Währungsumtausch zum aktuellen Wechselkurs
Der Spotkurs ist der aktuelle Wechselkurs, zu dem eine Währung in eine andere getauscht wird. Er wird zum Zeitpunkt des Geschäfts verbindlich festgelegt. Spotgeschäfte werden zwar in der Regel innerhalb von zwei Bankarbeitstagen abgewickelt, bei SwissFx erfolgt die Ausführung jedoch meist innerhalb weniger Stunden und fast immer noch am selben Tag.
Unternehmen nutzen Spotgeschäfte häufig, um eine Rechnung sofort zu bezahlen, eingegangene Fremdwährungen umzutauschen oder einen anderen kurzfristigen Bedarf an Währungsumtausch zu decken. Dabei entsteht keine vertragliche Verpflichtung für einen zukünftigen Währungsumtausch.
Termingeschäft: Wechselkurs heute für die Zukunft festlegen
Bei einem Terminkurs wird der Wechselkurs bereits heute für einen Währungsumtausch vereinbart, der zu einem späteren Zeitpunkt oder innerhalb eines festgelegten Zeitraums erfolgt. Der Terminkurs basiert auf dem aktuellen Spotkurs sowie verschiedenen Faktoren, darunter die Laufzeit des Vertrags und die Zinssätze der beiden beteiligten Währungen.
Ein Termingeschäft ist eine verbindliche Vereinbarung. Es legt den zukünftigen Wert einer bekannten Zahlung oder Einnahme in der Heimatwährung des Unternehmens fest und sorgt so für mehr Planungssicherheit. Ziel eines Termingeschäfts ist es nicht, Einsparungen zu garantieren oder den bestmöglichen Wechselkurs zu sichern.
Wichtig: Der Abschluss eines Termingeschäfts setzt eine Bonitätsprüfung voraus.
Zwei gängige Arten von TermingeschäftenBei einem klassischen Termingeschäft werden die vereinbarten Währungen zum Fälligkeitstermin tatsächlich ausgetauscht.
Ein Non-Deliverable Forward (NDF) funktioniert anders: Hier wird nicht die Währung selbst geliefert. Stattdessen wird die Differenz zwischen dem vereinbarten Terminkurs und einem Referenzkurs in einer zuvor festgelegten Währung ausgeglichen. NDFs kommen häufig bei Währungen zum Einsatz, deren Lieferung eingeschränkt oder nur schwer möglich ist.
Wie sieht das in der Praxis aus?
Stellen Sie sich ein Schweizer Maschinenbauunternehmen vor, das in vier Monaten eine Rechnung über 500.000 USD an einen Lieferanten in den USA bezahlen muss.
Wartet das Unternehmen bis zum Fälligkeitstag und nutzt dann ein Spotgeschäft, bleibt der Betrag in Schweizer Franken bis dahin ungewiss. Steigt der US-Dollar in der Zwischenzeit, erhöhen sich die Kosten. Fällt der US-Dollar, wird die Zahlung günstiger.
Mit einem Termingeschäft vereinbart das Unternehmen den Wechselkurs bereits heute für die Zahlung in vier Monaten. Dadurch verzichtet es zwar auf die Möglichkeit, bei einem günstigeren Spotkurs für den abgesicherten Betrag zu profitieren, gewinnt dafür aber Planungssicherheit über die zukünftigen Kosten in Schweizer Franken.
Wie finden Unternehmen die richtige Balance zwischen Spot- und Termingeschäften?
Die entscheidende Frage lautet: Welchen Teil Ihres zukünftigen Währungsrisikos möchten Sie absichern und wie viel Flexibilität benötigen Sie?
Spotgeschäfte eignen sich häufig für kurzfristige Zahlungen, ungewisse Beträge oder Zahlungstermine, die sich noch ändern können. Termingeschäfte können sinnvoll sein, wenn Betrag und Zeitpunkt einer Zahlung oder Einnahme bereits weitgehend feststehen. Viele Unternehmen kombinieren beide Lösungen. Welche Mischung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie gut sich künftige Zahlungsströme planen lassen, welches Geschäftsmodell das Unternehmen verfolgt und welches Wechselkursrisiko es eingehen möchte.
Fragen, die Sie sich stellen sollten
☐ Ab wann stehen Ihre Fremdwährungszahlungen oder -einnahmen ausreichend fest?
☐ Welche Auswirkungen könnten Wechselkursänderungen auf Ihre Kosten, Einnahmen oder Ihren Cashflow haben?
☐ Bietet Ihr aktueller Ansatz die richtige Balance zwischen Planungssicherheit und Flexibilität?
Unterstützt Ihre aktuelle FX-Strategie Ihr Unternehmen optimal?
Mit einem kostenlosen FX-Audit analysiert SwissFx Ihre Währungsexponierung, Ihre bestehenden Prozesse sowie Ihren Umgang mit künftigen Zahlungen und Einnahmen. Gemeinsam mit Ihnen identifizieren wir Bereiche, in denen mehr Transparenz oder Flexibilität Ihre Planung unterstützen kann.