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Von der Idee bis zum Start von SwissFx

Von der Idee zum Unternehmen: Wie SwissFx entstand

Rachael Camp erzählt, wie aus einer ersten Idee durch Markenentwicklung, intensive Recherche, den Aufbau der Plattform und frühe Kontakte ein funktionsfähiges Finanzunternehmen wurde.

Perspectives

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SwissFx entstand im Dezember 2024 aus einer ersten Idee. Anfang 2026 war daraus ein sichtbares Finanzunternehmen geworden, mit eigener Marke, Website, Plattform und einer wachsenden Präsenz in der Schweizer Geschäftswelt. Der Weg dorthin war jedoch kein einzelnes Launch-Projekt. Vielmehr liefen mehrere Arbeitsbereiche parallel und mussten Schritt für Schritt zusammengeführt werden.

Im ersten Interview der Reihe „Perspektiven“ erklärte Rachael Camp, warum SwissFx gegründet wurde. Im zweiten sprach sie darüber, was es braucht, um Vertrauen in eine Finanzplattform aufzubauen. In diesem dritten Gespräch geht es nun um die praktische Umsetzung: darum, wie aus einer Idee ein Unternehmen wurde, das Menschen sehen, verstehen und tatsächlich nutzen konnten.

Womit haben Sie begonnen, als die Idee für SwissFx stand?

R. C. : „Ich habe mit der Markenentwicklung und der ersten Marktanalyse begonnen. Das lag für mich nahe, weil ich aus den Bereichen Grafikdesign, Recherche und User Experience komme.

Damals war SwissFx noch eine Idee, über die mein Partner und ich zunächst mit Menschen aus unserem Umfeld gesprochen haben. Durch den Markenauftritt wurde das Projekt erstmals greifbar. Dabei ging es aber um weit mehr als Farben und ein Logo. Ich wollte von Anfang an festlegen, wofür SwissFx stehen soll, wie wir auftreten möchten und wie sich die Plattform für Unternehmen anfühlen soll.

Parallel dazu habe ich mit der Recherche begonnen. Ich wollte wissen, ob andere Unternehmen dieselben Probleme sehen wie wir und wie sie ihre Anforderungen selbst beschreiben. Markenentwicklung und Marktvalidierung liefen deshalb von Anfang an Hand in Hand.“

Wie sah der Aufbau der Marke SwissFx konkret aus?

R. C. : „Ich habe den gesamten visuellen Auftritt selbst entwickelt, von der Website bis zu den Broschüren. Alles, was mit dem Design und der Marke zu tun hatte, lag bei mir. Die Entwürfe habe ich in Figma erstellt und daraus nach und nach einen einheitlichen Auftritt aufgebaut, damit SwissFx von Anfang an wie ein stimmiges Unternehmen wirkt.

Die erste Website bestand nur aus einer einzelnen Seite mit einem Formular zur Vorregistrierung. Sie gab uns die Möglichkeit, SwissFx bereits vorzustellen und zu erklären, wohin wir uns entwickeln wollten, während im Hintergrund noch viele andere Dinge vorbereitet wurden. Vor dem offiziellen Start haben wir die Website dann deutlich erweitert.

In dieser Phase gab es viele lange Abende und Arbeitswochenenden. Wenn man eine Marke selbst entwickelt, steckt hinter jeder Seite, jeder Grafik und jedem Text eine Entscheidung: Wie soll das Unternehmen wirken? Was sollen Menschen sofort verstehen? Die Website musste SwissFx klar erklären und gleichzeitig zeigen, wie unsere verschiedenen Lösungen für Währungen und internationale Zahlungen zusammenspielen.“

Wie sind Sie beim Aufbau der Plattform vorgegangen?

R. C. : „SwissFx von Grund auf aufzubauen bedeutete nicht, dass wir jede technische Komponente selbst entwickeln mussten. Wir arbeiten mit einem Netzwerk von Partnern und konnten auf eine bewährte Plattforminfrastruktur zurückgreifen. Darauf haben wir den Markenauftritt und das Kundenerlebnis von SwissFx aufgebaut.

Dieser Ansatz war für uns entscheidend, denn die technische Grundlage musste sichere Finanztransaktionen auch in grösserem Umfang zuverlässig unterstützen. Unsere Aufgabe bestand darin, die passende Lösung auszuwählen, ihre Funktionsweise genau zu verstehen und sicherzustellen, dass die beteiligten Partner und Prozesse zu unserem Geschäftsmodell passen.

Auf dieser Basis haben wir ein einheitliches SwissFx-Erlebnis geschaffen. Die Plattform ist deshalb nicht nur eine Benutzeroberfläche, sondern Teil einer umfassenden Struktur aus Technologie, Partnern, Prozessen und Compliance.“

Unsere Kunden sehen eine einzige Plattform. Damit alles nahtlos zusammenspielt, müssen jedoch viele Entscheidungen getroffen werden, von der technischen Infrastruktur und der Aufgabenverteilung unter den Partnern bis hin zum Compliance-Rahmen und den angebotenen Leistungen.

Rachael Camp, Mitgründerin von SwissFx

Unsere Kunden sehen eine einzige Plattform. Damit alles nahtlos zusammenspielt, müssen jedoch viele Entscheidungen getroffen werden, von der technischen Infrastruktur und der Aufgabenverteilung unter den Partnern bis hin zum Compliance-Rahmen und den angebotenen Leistungen.

Rachael Camp, Mitgründerin von SwissFx

Unsere Kunden sehen eine einzige Plattform. Damit alles nahtlos zusammenspielt, müssen jedoch viele Entscheidungen getroffen werden, von der technischen Infrastruktur und der Aufgabenverteilung unter den Partnern bis hin zum Compliance-Rahmen und den angebotenen Leistungen.

Rachael Camp, Mitgründerin von SwissFx

Was konnten Sie bereits vorbereiten, während das Bewilligungsverfahren noch lief?

R. C. : „Wir konnten in dieser Zeit schon sehr viel aufbauen, durften aber noch keine Kunden aufnehmen. Das war eine besondere Situation: Einerseits arbeiteten wir intensiv an der Marke, der Website, der Plattform, den Unterlagen und den Vertriebsinhalten. Andererseits konnten wir mit dem eigentlichen Geschäft noch nicht vollständig starten.

Aus der ersten Registrierungsseite entstand nach und nach die Website für den Marktstart. Gleichzeitig haben wir die internen Strukturen aufgebaut und dafür gesorgt, dass später alle Bereiche reibungslos zusammenspielen.

Ende Februar, Anfang März 2026 waren die Website und die wichtigsten Grundlagen für einen Soft Launch bereit. Parallel dazu lief das Bewilligungsverfahren in die Schlussphase. Von aussen sah der Übergang vielleicht schnell aus. Für uns fühlte er sich deutlich länger an, weil ein grosser Teil der Arbeit bereits erledigt war, bevor wir die ersten Kunden begrüssen konnten.“

Wie haben die ersten Gespräche SwissFx vor dem Start beeinflusst?

R. C. : „Ich habe früh mit Menschen aus unserem Netzwerk gesprochen und sie gefragt, was sie von einem Angebot wie SwissFx erwarten würden. Mir war wichtig zu verstehen, ob unsere Idee im Unternehmensalltag wirklich einen Bedarf trifft und was eine solche Lösung konkret leisten müsste.

Dabei kamen sehr praktische Fragen auf. Einige Unternehmen interessierten sich für lokale Kontoverbindungen oder Lastschriften in Grossbritannien. Andere planten den Schritt in neue Märkte und brauchten dafür weitere Währungen. Auch Wechselkurse und der Zugang zu weniger gängigen Währungen waren immer wieder Thema. Viele dieser Fragen greifen wir heute in unseren Leitfäden zu Multi-Währungskonten für Unternehmen und zu Schwellenländerwährungen auf.

Mein Hintergrund in Recherche und User Experience war dabei sehr hilfreich. Es ging nicht darum, eine fertige Idee bestätigen zu lassen. Ich wollte verstehen, wo Unternehmen tatsächlich Schwierigkeiten haben, wie ihre Abläufe aussehen und was SwissFx ihnen im Alltag erleichtern kann.“

Wie haben Sie SwissFx bekannt gemacht?

R. C. : „Wir haben zunächst LinkedIn genutzt und dort unseren Unternehmensauftritt aufgebaut. Schnell wurde uns aber klar, dass gute Inhalte allein bei einem B2B-Angebot wie SwissFx nicht ausreichen. Wir verkaufen kein Produkt, das über Nacht viral geht. Unternehmen suchen meist dann das Gespräch, wenn sie ein konkretes Problem haben und nach einer passenden Lösung suchen.

Deshalb war der persönliche Austausch von Anfang an besonders wichtig. Ich habe viele Gespräche geführt, SwissFx vorgestellt und nach ehrlichem Feedback gefragt. Ausserdem haben wir Unternehmen direkt angesprochen. Das kostet anfangs etwas Überwindung, war aber deutlich weniger unangenehm, als ich erwartet hatte.

Überraschenderweise hat mir dieser Teil sogar Spass gemacht. Ich bin keine klassische Verkäuferin und wollte auch nie mit einstudierten Argumenten oder zu viel Druck arbeiten. Wenn ein Gespräch aber wirklich relevant war und auf Augenhöhe stattfand, habe ich sehr gerne über SwissFx gesprochen. Irgendwann war mir klar: Wenn ich nicht aktiv erzähle, was wir aufgebaut haben, wird auch niemand erfahren, dass es SwissFx gibt.“

Wann wurde aus SwissFx für Sie ein richtiges Unternehmen?

R. C. : „Das kam nicht von einem Tag auf den anderen. Aber als die vollständige Website online war und ich SwissFx bei Gesprächen als Mitgründerin vertrat, hat sich etwas verändert. Plötzlich arbeitete ich nicht mehr nur im Hintergrund an einer Idee, sondern stand öffentlich für ein echtes Unternehmen.

Daran musste ich mich erst gewöhnen. Es ist etwas anderes, professionell für sich selbst aufzutreten oder eine ganze Marke zu vertreten. Man steht dann auch für ihre Werte, ihre Qualität und die Verantwortung, die damit verbunden ist.

Bis heute lerne ich, meine eigene Person und die Rolle als Gründerin voneinander zu trennen. Manchmal fühlt es sich an, als würde man selbst mit der Marke verschmelzen. Gleichzeitig braucht ein junges Unternehmen genau diese Sichtbarkeit. Zum Aufbau von SwissFx gehörte für mich deshalb auch, in diese Rolle hineinzuwachsen.“

Ich stand nicht mehr nur für mich selbst, sondern wurde auch zum Gesicht des Unternehmens und zur Vertreterin der Marke.

Rachael Camp, Mitgründerin von SwissFx

Ich stand nicht mehr nur für mich selbst, sondern wurde auch zum Gesicht des Unternehmens und zur Vertreterin der Marke.

Rachael Camp, Mitgründerin von SwissFx

Ich stand nicht mehr nur für mich selbst, sondern wurde auch zum Gesicht des Unternehmens und zur Vertreterin der Marke.

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SwissFx Sàrl ist Mitglied der Financial Services Standards Association (VQF – Verein zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen) (www.vqf.ch). Die VQF ist die größte offizielle Selbstregulierungsorganisation (SRO) nach Schweizer Recht zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

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