
EUR-Konto für Schweizer Unternehmen: Was sollte vor der Eröffnung geprüft werden?
Mit dieser Checkliste können Sie Zahlungswege, Gesamtkosten, Währungsrisiken und operative Anforderungen prüfen, bevor Sie EUR-Kontodaten für Ihr Schweizer Unternehmen einrichten.
Checkliste
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Bei der Wahl eines EUR-Kontos geht es nicht nur darum, wo Euro-Guthaben geführt werden. Entscheidend sind auch die zugrunde liegenden Zahlungswege, die Abwicklung von Währungsumrechnungen, die gesamte Gebührenstruktur und die Frage, wie sich das Konto in die bestehenden Prozesse des Finanzteams integrieren lässt. Davon hängt ab, ob die neue Lösung das eigentliche Problem tatsächlich löst oder lediglich ein weiteres Konto schafft, das verwaltet werden muss.
Für ein Schweizer Unternehmen ist deshalb der gesamte Weg jeder Euro-Zahlung der sinnvollste Ausgangspunkt: Wie geht das Geld ein? Soll es gehalten oder umgetauscht werden? Wie wird es weiterbezahlt? Und wie wird die Transaktion anschliessend verbucht und abgestimmt? Die folgende Checkliste gliedert diese Fragen in vier praktische Bereiche.
Wann sind EUR-Kontodaten für ein Schweizer Unternehmen sinnvoll?
EUR-Kontodaten werden meist dann interessant, wenn Euro-Zahlungen nicht mehr nur gelegentlich vorkommen und die bestehende CHF-Struktur regelmässig zusätzliche Kosten, Arbeitsschritte oder Unsicherheit verursacht. Typischerweise entsteht der Bedarf in einer oder mehreren der folgenden Situationen.
Sie erzielen Einnahmen in EUR
Europäische Kunden bevorzugen häufig Zahlungen in EUR über vertraute europäische Zahlungswege. Auch Marktplätze und Zahlungsplattformen rechnen Umsätze oft in Euro ab. Werden diese Zahlungseingänge automatisch in CHF umgerechnet, verliert das Unternehmen die Kontrolle über den Zeitpunkt der Umrechnung und muss später möglicherweise erneut EUR kaufen.
Sie haben gleichzeitig Ausgaben in EUR
Wenn ein Schweizer Unternehmen Lieferanten, Mitarbeitende, Auftragnehmer oder andere Geschäftspartner in EUR bezahlt, kann es sinnvoll sein, Euro-Einnahmen zu halten und für künftige Zahlungen weiterzuverwenden. Werden Ein- und Auszahlungen in EUR aufeinander abgestimmt, lässt sich der Betrag reduzieren, der tatsächlich umgetauscht werden muss. Ein verbleibendes EUR/CHF-Währungsrisiko besteht jedoch weiterhin.
Ihr Geschäft in Europa wächst
Mit steigenden EUR-Volumen und zusätzlichen Märkten kann die Verwaltung separater Konten bei verschiedenen Banken oder Anbietern schnell unübersichtlich werden. Ein Multi-Währungskonto kann dabei helfen, EUR gemeinsam mit anderen Währungen zentral zu verwalten, ohne für jeden Markt eine eigene Bankplattform nutzen zu müssen.
Brauchen Sie ein separates EUR-Bankkonto?
Nicht unbedingt. Ein Anbieter kann entweder ein eigenständiges Bankkonto in EUR, ein EUR-Guthaben innerhalb eines Multi-Währungskontos oder lokale EUR-Kontodaten anbieten, die in eine umfassendere Zahlungsplattform integriert sind. Diese Lösungen unterscheiden sich in wichtigen Punkten. Welche Variante am besten passt, hängt deshalb davon ab, wie Ihr Unternehmen Euro empfangen, halten, umtauschen und auszahlen möchte.
1. Das EUR-Konto an den tatsächlichen Zahlungsströmen ausrichten
Die Bezeichnung „EUR-Konto“ sagt noch nicht aus, welche Möglichkeiten für Zahlungseingänge und ausgehende Zahlungen tatsächlich enthalten sind. Prüfen Sie die vorgesehene Lösung deshalb anhand Ihrer konkreten Kundenzahlungen und Lieferantenzahlungen, bevor Sie das Konto eröffnen.
SwissFx verbindet ein Multi-Währungskonto mit lokalen und internationalen Zahlungsmöglichkeiten und stellt, wo verfügbar, lokale IBANs oder vergleichbare Kontodaten bereit. Laut der aktuellen Währungsübersicht werden für EUR sowohl lokale als auch internationale Zahlungen und Zahlungseingänge unterstützt.
Die Schweiz und SEPA
Die Schweiz gehört zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA, obwohl sie weder Teil des Euroraums noch Mitglied der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums ist. Die Europäische Zentralbank weist darauf hin, dass die EU-Vorschriften zu gleichen Gebühren ausserhalb der EU und des EWR nicht zwingend gelten. Schweizer Unternehmen sollten deshalb bei jeder EUR-Zahlung den konkreten Zahlungsweg, die anfallenden Gebühren und die jeweiligen Abwicklungsbedingungen prüfen, statt davon auszugehen, dass alle Überweisungen gleich behandelt werden.
Mehr zu den zugrunde liegenden Zahlungswegen erfahren Sie in unserem Artikel zu den Unterschieden zwischen Wire Transfer und Bank Transfer.
2. Die Gesamtkosten für das Halten und Bewegen von EUR vergleichen
Eine monatliche Kontogebühr zeigt nur einen Teil der tatsächlichen Kosten. Vergleichen Sie Anbieter deshalb anhand derselben Annahmen, etwa zur Anzahl der Zahlungen, zum durchschnittlichen Transaktionsvolumen, zu den Zielländern und zur Häufigkeit von Währungsumrechnungen. Berücksichtigen Sie dabei:
EUR-Guthaben zu halten kann eine sofortige Umrechnung vermeiden, wenn dieselben Mittel ohnehin zeitnah für Ausgaben in Euro benötigt werden. Diese natürliche Abstimmung von Ein- und Auszahlungen kann den tatsächlich umzurechnenden Betrag reduzieren. Ein Währungsrisiko bleibt jedoch bestehen, wenn das Unternehmen letztlich in CHF budgetiert, berichtet oder Liquidität ausschüttet.
Wie lassen sich eine Bank und ein spezialisierter Anbieter sinnvoll vergleichen?
Vergleichen Sie den gesamten Zahlungsprozess und nicht nur die Produktbezeichnung oder die monatliche Kontogebühr: Geld empfangen, halten, umtauschen, auszahlen und verbuchen. Klassische Banken und spezialisierte Anbieter können Gebühren und Zahlungsfunktionen unterschiedlich strukturieren. Entscheidend ist deshalb, wie gut das jeweilige Angebot zu den tatsächlichen EUR-Volumen und Zahlungswegen Ihres Unternehmens passt.
3. Prüfen, wie sich das Konto in Ihre Finanzprozesse einfügt
Ein neues Konto kann zwar ein konkretes Zahlungsproblem lösen, gleichzeitig aber zusätzlichen Aufwand bei Freigaben, Reporting und Abstimmungen verursachen. Prüfen Sie deshalb vorab, wie gut sich die Lösung in Ihre bestehenden Abläufe integrieren lässt.
Kann ein Unternehmen mehrere EUR-Zahlungen gleichzeitig ausführen?
Ja. SwissFx unterstützt EUR-Zahlungen, und mit der Funktion für Sammelzahlungen lassen sich mehrere Transaktionen in einem Zahlungslauf bündeln. Für den konkreten Einsatz sollten jedoch weiterhin Dateiformat, unterstützte Währungen, Freigabeschritte und die Integration in die bestehenden Systeme des Unternehmens geprüft werden.
4. Währungsrisiken und Sicherheitsvorkehrungen prüfen
Ein EUR-Konto verändert, wie Gelder gehalten und bewegt werden. Es garantiert jedoch nicht, welchen Wert sie künftig in CHF haben werden. Erwartet ein Exporteur Zahlungseingänge in EUR, kann ein schwächerer Euro dazu führen, dass er bei der späteren Umrechnung weniger Franken erhält. Ein Importeur mit einer künftigen EUR-Rechnung benötigt dagegen mehr Franken, wenn der Euro bis zur Zahlung stärker wird.
Um das verbleibende EUR/CHF-Währungsrisiko zu beurteilen, sollten Sie folgende Fragen prüfen:
Ist mein Geld sicher? Ist SwissFx reguliert?
SwissFx ist Mitglied des VQF, einer von der FINMA anerkannten Selbstregulierungsorganisation, und unterliegt den schweizerischen Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäscherei. Laut unserer Seite zu Sicherheit und Regulierung werden Kundengelder auf separaten Konten bei regulierten Kreditinstituten verwahrt und von den operativen Mitteln von SwissFx getrennt gehalten.
Fünf Schritte zur Wahl des passenden EUR-Kontos
Eine geeignete EUR-Lösung sollte den gesamten Zahlungsprozess abdecken und nicht nur einzelne Transaktionen. Mit den folgenden fünf Schritten können Sie vergleichen, ob ein zusätzliches EUR-Konto bei Ihrer bestehenden Bank, ein spezialisiertes Konto oder die EUR-Funktionen einer Multi-Währungsplattform am besten zu Ihrem Unternehmen passen.
Für Unternehmen, die in mehreren Märkten tätig sind, zeigt dieses Modell zudem, ob eine zentrale Multi-Währungslösung mehrere lokale Konten, Bankverbindungen und Plattformen ersetzen könnte. Der SwissFx-Leitfaden zur Eröffnung eines internationalen Geschäftskontos in der Schweiz bietet dafür eine weiterführende Vergleichsgrundlage.
Häufige Fragen zum EUR-Konto
Habe ich einen persönlichen Ansprechpartner?
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Welche EUR-Kontodaten erhalte ich?
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Wie lange dauert die Einrichtung eines lokalen Kontos?
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Fallen Gebühren an?
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Kann ich einen bestimmten EUR-Kurs für die Zukunft festlegen?
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Dieser Leitfaden dient ausschliesslich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Der Zugang zu Konten, Zahlungsfunktionen und Instrumenten des Währungsrisikomanagements hängt von Onboarding, Eignung, Verifizierung und den vereinbarten Konditionen ab.
Empfängt, bezahlt oder tauscht Ihr Unternehmen regelmässig EUR?
SwissFx kann gemeinsam mit Ihnen prüfen, wie EUR-Kontodaten, lokale und internationale Zahlungswege, Guthaben in mehreren Währungen, Sammelzahlungen und Lösungen für das Währungsrisikomanagement in Ihre bestehenden Finanzprozesse passen.