
Mehr als Karten und Wallets: Was der Genfer Roundtable über die Zukunft des Zahlungsverkehrs verrät
SwissFx nahm am 24. Juni an der Veranstaltung der Swiss FinTech Association in Genf teil. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse für Unternehmen zu modernem Zahlungsverkehr, den Erwartungen der Kunden und der zunehmenden Komplexität der Zahlungsabwicklung nach dem Checkout.
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Nach der bereits im Vorfeld angekündigten Teilnahme war SwissFx am 24. Juni 2026 bei der Veranstaltung „Beyond Credit Cards & Wallets: Shaping the Future of Payments“ der Swiss FinTech Association in Genf vertreten. Die Veranstaltung brachte Fachleute aus den Bereichen Zahlungsverkehr und FinTech zusammen. Zu den Referenten zählten Vertreter von eBay, PaymentsVibes, Worldline, Mt Pèlerin sowie weitere Branchenexperten. Die anschließende Podiumsdiskussion wurde von Rachael Camp, Mitgründerin von SwissFx, moderiert.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen unter anderem Zahlungsstrategien für Marktplätze, digitale Wallets, Buy Now, Pay Later (BNPL), mobile Point of Sale Lösungen, Echtzeitzahlungen, Pay by Link, Open Banking, Tokenisierung, Stablecoins und die Tokenisierung von Vermögenswerten. Die Veranstaltung bot einen wertvollen Austausch unterschiedlicher Perspektiven aus dem gesamten Zahlungsökosystem, von der Customer Experience über die technische Infrastruktur bis hin zu regulatorischen Anforderungen.

Zahlungen sind längst mehr als nur der letzte Schritt beim Bezahlen
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Veranstaltung war, dass Zahlungen heute nicht mehr als separater Abschluss eines Kaufs betrachtet werden. Stattdessen sind sie zu einem festen Bestandteil des gesamten Einkaufserlebnisses geworden.
Kunden erwarten heute schnelle, flexible und möglichst nahtlose Bezahlmöglichkeiten. Je nach Situation möchten sie beispielsweise mit einer digitalen Wallet, einer lokalen Mobile-Payment-Lösung, per Pay by Link, über einen Marktplatz oder mit einer Buy Now, Pay Later (BNPL)-Option bezahlen.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel im Luxussegment. Dort ist der Bezahlvorgang längst Teil des Markenerlebnisses. Ist der gesamte Kaufprozess persönlich, komfortabel und hochwertig gestaltet, erwarten Kunden auch beim Bezahlen ein nahtloses und stimmiges Erlebnis.
Lokale Zahlungsmethoden sorgen für mehr Komplexität
Ein weiteres wichtiges Thema war die zunehmende Bedeutung lokaler Zahlungsmethoden. Unternehmen können davon profitieren, ihren Kunden die Bezahlmethoden anzubieten, die sie aus ihrem Heimatmarkt bereits kennen – etwa TWINT in der Schweiz, Wero in Teilen Europas, Swish in Schweden oder Vipps in Norwegen.
Für international tätige Händler, Plattformen und Marktplätze stärkt das das Vertrauen der Kunden und kann die Abschlussrate beim Checkout erhöhen. Gleichzeitig steigt jedoch die Komplexität im Zahlungsverkehr. Anstatt sich hauptsächlich auf Kartenzahlungen zu verlassen, müssen Unternehmen häufig mehrere lokale Zahlungsmethoden, verschiedene Zahlungsdienstleister sowie unterschiedliche Abrechnungszyklen und Berichtsformate verwalten.
So unterstützt SwissFx den internationalen Zahlungseingang über lokale Zahlungsmethoden
Je mehr lokale Zahlungsmethoden Unternehmen anbieten, desto wichtiger wird die effiziente Verwaltung der eingehenden Zahlungen. Gelder können über unterschiedliche Zahlungsdienstleister eingehen, in verschiedenen Währungen gutgeschrieben werden und unterschiedlichen Auszahlungszyklen unterliegen.
Sofern die entsprechenden lokalen Kontodaten akzeptiert werden, können Unternehmen mit einem SwissFx-Mehrwährungskonto Zahlungen in der jeweiligen Währung empfangen und verwalten. Das ist insbesondere für Unternehmen interessant, die über Marktplätze wie Amazon verkaufen und Auszahlungen in verschiedenen Währungen erhalten. Sie können selbst entscheiden, wann sie Währungen umtauschen, Guthaben in der jeweiligen Währung halten oder die eingegangenen Beträge direkt für Zahlungen an Lieferanten in derselben Währung nutzen.
Ein einfacher Checkout kann die Abläufe im Hintergrund komplexer machen
Für Kunden wirkt ein moderner Bezahlvorgang schnell, einfach und nahtlos. Hinter den Kulissen müssen Unternehmen jedoch genau nachvollziehen können, was nach der Zahlung passiert. Zahlungen können über unterschiedliche Zahlungsdienstleister eingehen, in verschiedenen Währungen erfolgen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten gutgeschrieben werden. Finanzteams müssen häufig mehrere Auszahlungsberichte abstimmen, nachvollziehen, an welcher Stelle Währungsumrechnungen stattfinden, die dabei angewendeten Wechselkursspannen prüfen und mögliche Währungsexponierungen zwischen dem Verkauf und dem Zahlungseingang im Blick behalten.
Genau hier wird aus einer Innovation im Zahlungsverkehr eine operative und finanzielle Herausforderung. Unternehmen müssen jederzeit den Überblick über ihren Cashflow, grenzüberschreitende Zahlungsströme, regulatorische Anforderungen, Maßnahmen zur Betrugsprävention und die Sicherheit ihrer Daten behalten.
Menschliche Kontrolle bleibt auch bei automatisierten Zahlungen unverzichtbar
Ein weiteres Thema der Veranstaltung war der sogenannte Agentic Commerce. Dabei ging es nicht nur darum, welche Aufgaben sich mithilfe von Automatisierung übernehmen lassen, sondern auch darum, wer letztlich die Verantwortung trägt.
Künstliche Intelligenz kann Unternehmen beispielsweise bei Empfehlungen, der Steuerung von Zahlungsprozessen, der Betrugserkennung oder der Gestaltung der Customer Experience unterstützen. Sobald es jedoch um Zahlungen, Geldflüsse oder finanzielle Entscheidungen geht, bleiben klare Freigabeprozesse und menschliche Kontrolle unverzichtbar. Automatisierung kann Abläufe beschleunigen, ersetzt jedoch nicht die Verantwortung für Entscheidungen.
Von innovativen Zahlungsmethoden zu mehr Kontrolle über Zahlungsprozesse.
Der Roundtable in Genf hat deutlich gemacht, dass die Zukunft des Zahlungsverkehrs weit über neue Bezahlmethoden hinausgeht. Entscheidend sind auch die Systeme, die Unternehmen dabei unterstützen, den Überblick zu behalten, wenn die Zahl der verfügbaren Zahlungsmethoden wächst.
Je stärker Zahlungsmethoden auf lokale Märkte zugeschnitten sind und sich nahtlos in den Kaufprozess integrieren, desto wichtiger wird es für Unternehmen zu verstehen, was nach dem Checkout passiert. Für international tätige Unternehmen bedeutet das, Währungen, Währungsumtausch, Zahlungseingänge, Zahlungsabstimmungen und Währungsexponierungen jederzeit im Blick zu behalten.
SwissFx unterstützt Unternehmen dabei, internationale Zahlungs- und Währungsprozesse transparenter und einfacher zu gestalten – mit Mehrwährungskonten, Währungsumtausch, lokalen Zahlungs- und Empfangslösungen sowie dem Management von Wechselkursrisiken.
Alle in diesem Artikel verwendeten Fotos werden mit Genehmigung der Swiss Fintech Association und unverändert verwendet. Die Bildrechte liegen nicht bei SwissFx.




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