
CHF zu INR: So verändert sich der Handel zwischen der Schweiz und Indien
Die Schweiz und Indien verbindet eine enge Handelsbeziehung. Mit dem TEPA-Abkommen eröffnen sich neue Chancen für Unternehmen und Investoren.
FX Pulse
Posted on:
Wussten Sie, dass Indien der viertgrößte Handelspartner der Schweiz in Asien ist?
Rund 330 Schweizer Unternehmen sind in Indien vertreten. Mit dem Inkrafttreten des TEPA-Abkommens (Trade and Economic Partnership Agreement) im Oktober 2025 dürfte diese Zahl weiter steigen.
Der Großteil des Währungsaustauschs zwischen beiden Ländern entfällt auf den Schweizer Franken (CHF) und die Indische Rupie (INR).
Handel zwischen der Schweiz und Indien: die wichtigsten Kennzahlen
Handelsstrom | Ungefähres Volumen (2024) | Wichtigste Warengruppen |
|---|---|---|
Exporte aus der Schweiz nach Indien | CHF 19,8 Milliarden | Pharmazeutische und chemische Erzeugnisse, Edelmetalle und Maschinen |
Importe aus Indien in die Schweiz | CHF 2,6 Milliarden | Textilien, Chemikalien, Edelmetalle und landwirtschaftliche Erzeugnisse |
Quelle: (FDFA).

TEPA eröffnet Schweizer Exporteuren neue Chancen
Das Freihandelsabkommen zwischen Indien und den EFTA -Staaten Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz, kurz TEPA (Trade and Economic Partnership Agreement), ist seit dem 1. Oktober 2025 in Kraft. Das Abkommen wurde am 10. März 2024 nach mehr als 16 Jahren Verhandlungen abgeschlossen.
Einer der grössten Vorteile von TEPA ist die deutliche Senkung der Zölle auf knapp 95 % aller Exporte (Gold ausgenommen). Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) verschafft das Abkommen der Schweiz insbesondere gegenüber der EU einen Wettbewerbsvorteil. Nach Ablauf der Übergangsfristen sind Einsparungen von bis zu CHF 167 Millionen pro Jahr möglich.
Beispiele für die Vorteile von TEPA nach Branchen
Branche | Vorteil |
|---|---|
Landwirtschaftliche Erzeugnisse |
|
Chemische Erzeugnisse | Rund 74 % dieser Produkte werden von Zöllen befreit. |
Finanz- und Versicherungswesen | Höhere Obergrenzen für ausländische Beteiligungen im Versicherungssektor, bis zu 49 %, und im Bankensektor, von 50 % auf 74 %. |
Maschinenbau und Präzisionsinstrumente | Die derzeitigen Zölle von 7,5 bis 15 % werden innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre schrittweise abgeschafft. |
Verarbeitendes Gewerbe | Die Zölle auf Batterien, Motoren und elektrische Systeme für Elektrofahrzeuge werden innerhalb von fünf bis zehn Jahren schrittweise abgeschafft. |
Uhrenindustrie | Schweizer Uhren werden vollständig von Zöllen befreit. |
Quelle: SECO, Switzerland Global Enterprise, European Free Trade Association, Preisliste
Was den Handel zwischen der Schweiz und Indien begünstigt
Bilaterale Abkommen
Die Schweiz und Indien pflegen seit der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 offizielle bilaterale Beziehungen.
Die Zusammenarbeit stützt sich auf zahlreiche Abkommen, die unter anderem den Handel, die Migration, den Finanzsektor und Investitionen regeln. (EDA)
Investitionsförderung
Die Schweiz zählt zu den wichtigsten Investoren in Indien. Im Jahr 2024 beliefen sich die Schweizer Direktinvestitionen auf CHF 10,2 Milliarden.
Neben dem schrittweisen Abbau von Zöllen verpflichtet sich die EFTA im Rahmen des TEPA-Abkommens, in den kommenden zehn Jahren insgesamt 50 Milliarden US-Dollar in Indien zu investieren. Mit dem India-EFTA Desk, der von Invest India eingerichtet wurde, steht Unternehmen und Investoren aus der Schweiz und den übrigen EFTA-Staaten eine zentrale Anlaufstelle für Investitionsvorhaben zur Verfügung.
Davon profitieren insbesondere KMU. Das Abkommen erleichtert den Markteintritt und baut bestehende Hürden für Investitionen in Indien weiter ab.
Handelsorganisationen und Wirtschaftsnetzwerke
Mehrere Organisationen unterstützen den Handel zwischen der Schweiz und Indien und bringen Unternehmen über ihre Netzwerke miteinander in Kontakt. Dazu gehören:
Jedes Jahr finden in der Schweiz, in Indien und online zahlreiche Veranstaltungen statt. Sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, neue Geschäftskontakte zu knüpfen, Partnerschaften aufzubauen und potenzielle Kunden zu gewinnen. Darüber hinaus stellen diese Organisationen wertvolle Informationen zum Markteintritt in der Schweiz und in Indien bereit und informieren über die jeweils geltenden gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen.
CHF in INR tauschen: Worauf Unternehmen achten sollten
Für Überweisungen von der Schweiz nach Indien nutzen Unternehmen häufig Banken oder spezialisierte Devisendienstleister.
Viele Banken ermöglichen den Umtausch von CHF in INR, doch hohe Wechselkursaufschläge und Gebühren für internationale Zahlungen können die Kosten deutlich erhöhen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Währungsrisiko. Wechselkursschwankungen zwischen dem Abschluss eines Geschäfts und dem Zahlungseingang oder der Überweisung können den tatsächlichen Wert von Exporten oder Investitionen erheblich beeinflussen.
Bei SwissFx profitieren Sie beim Umtausch von Schweizer Franken und Indischen Rupien von wettbewerbsfähigen Wechselkursen.
Darüber hinaus ermöglichen wir lokale Zahlungen in Indischen Rupien (INR). So profitieren Unternehmen von schnelleren Überweisungen und niedrigeren Gebühren, als würden sie direkt vor Ort bezahlen.
Geschätzter Wechselkurs zwischen CHF und INR
Währungsumtausch zwischen Schweizer Franken und Indischen Rupien gezielt steuern
Wir entwickeln eine individuelle Lösung, die auf die Anforderungen Ihres Unternehmens zugeschnitten ist. Vereinbaren Sie ein Gespräch mit unserem Team und erfahren Sie, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.